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Dan Simmons – Terror

AutorDan Simmons
TitelTerror
OriginaltitelThe Terror
ÜbersetzerFriedrich Mader
Seitenzahl990
VerlagHeyne
ISBN978-3-453-40613-1
Bewertung

Inhalt
Um die ersten zu sein, die die berüchtigte Nordwestpassage finden, schickt die englische Marine zwei Schiffe und 130 Mann Besatzung auf eine Forschungsreise, die sogenannte Franklin-Expedition. Doch verläuft die Reise anders als geplant und die Schiffe bleiben im Eis stecken. Nun beginnt eine lange Zeit des Wartens und Hoffens, doch ist die Kälte nicht die einzige Gefahr, die der Mannschaft hier begegnet…

Meine Meinung
Dieser Roman ist für mich sehr schwer zu bewerten.
Über ein Jahr habe ich an diesem Wälzer gelesen, was aber weniger an der Seitenzahl, als an der Geschichte selbst lag.
Eigentlich hatte ich einen historischen Roman erwartet, in dem versucht wird, die Geschichte der Schiffsmannschaften der Terror und der Erebus nachzuvollziehen. Doch driftet diese Geschichte dann doch stellenweise ins Horror-Genre ab. Dies finde ich völlig unnötig, ein rein historischer Roman hätte mir wohl wesentlich besser gefallen. Vielleicht war dies eine der wenigen Möglichkeiten, die dem Autor eingefallen ist, um die Zeit, die Jahre, auf denen die Schiffe im Eis festsaßen, mit Handlung zu füllen.
Insgesamt ist recht wenig passiert, deshalb war es aus meiner Sicht eine gute Entscheidung, immer nur eine Person ins Zentrum eines Kapitels zu setzen, so dass man diese und das direkte Umfeld gezielt erlebt, während ringsum wenig geschieht. Dennoch habe ich für den Mittelteil mehrere Monate gebraucht, in denen ich das Buch immer nur für wenige Kapitel zur Hand genommen habe. Der Anfang (bis die Schiffe eingefroren sind) und das Ende (ab dem Verlassen der Schiffe) ließ sich wesentlich besser lesen.
An mehreren Stellen findet man in diesem Roman seitenweise Listen, welche Mannschaftsmitglieder zu dem jeweiligen Zeitpunkt schon umgekommen sind und wer noch lebt, aufgezählt wie zum Appell mit Rang und Namen. Dies fand ich doch sehr überflüssig, schließlich hat man die einzelnen Todesfälle beim Lesen ja mitbekommen.

Fazit
Nicht wirklich schlecht, aber spannend ist für mich etwas Anderes. Für mich hätte das Buch gut und gerne 300 Seiten kürzer sein können.